Hula, das bezeichnet nicht nur den Lebensstil der Hawaiianer, sondern Hula steht für das Leben allgemein.

Wie kam es zum Hula auf Hawaii?

Bevor Hawaii eine Schriftsprache hatte, übernahm der Hula die Funktion, die Mythologie, die Abstammung, die Geschichte und die Kultur aufrecht zu erhalten. Mit einer einzigen Bewegung – einer Geste mit der Hand, einem Schritt oder einem Schwingen der Hüften – wurde eine komplette Geschichte erzählt. Über den Hula nahmen die Ureinwohner Hawaiis Kontakt mit den Göttern auf.

Bevor die westlichen Missionare nach Hawaii kamen, tanzten die Hawaiianer den Hula zu Feierlichkeiten oder einfach zum Vergnügen. In den Gesängen und Liedern wurde die Kultur und die Geschichte Hawaiis konserviert.

Es gibt die Legende, dass der Ursprung des Hula auf der Insel Molokai liegt, andere wiederum meinen, dass der Hula auf Kauai entstand. Die traurige Geschichte ist, dass die Missionare nach ihrer Ankunft sowohl die hawaiianische Sprache, die Musik und auch den Hula erst einmal unterdrückten. Den Hula haben sie sogar ganz verboten.

Im Jahr 1874 kam die Wende, als König David Kalkuna gekrönt wurde und die hawaiianischen Traditionen wieder gelebt werden durften. Ab diesen Zeipunkt wurde der Hula in öffentlichen Aufführungen dem Publikum vorgeführt, das davon fasziniert war. Ab dieser Zeit gelangten auch moderne Enflüsse in den Hula.

Wer den Hula selbst erlernen möchte, der wird erst einmal damit konfrontiert, dass es zwei Formen gibt: den Hula kahiko und den Hula auana.

Der Hula kahiko ist der traditionellere Stil: Gesang, Bewegungen und Choreografien werden noch so dargestellt, wie es im historischen Hula gemacht wurde. Begleitet wird dieser Tanz mit unterschiedlichen Trommeln

Der Hula auana entspricht einer modernen Art des Hulas. Meist wird er in Hula-Schulen gelehrt, in denen sich neue Choreografien und neue Musik mit alten Traditionen verbinden. Auch moderne Instrumente wie Gitarre, Ukulele, Klavier oder Bass kommen im Hula auana vor.