Es war König Kamehameha III, der von 1830 bis 1848 gemeinsam mit dem Großen Mahele das Land auf den nun vereinten hawaiianischen Inseln neu verteilte. Er nahm sich dafür den Westen zum Vorbild. Vor allem war ihm wichtig, dass das Land in den Händen der Hawaiianer blieb. Es wurde in drei Teile aufgeteilt. Eines bekamen die Kronländer Hawaiis, eines bekamen die Häuptlinge und den Rest bekam das Volk. Die Geschichte hatte allerdings einen Haken: Um das Land in Besitz zu nehmen, mussten die Hawaiianer ihre Ansprüche innerhalb von zwei Jahren einreichen, was viele nicht taten. So ging letztendlich nur rund ein Prozent des Landes an das Volk über. Der wesentliche Grund dafür war, dass die Inselbevölkerung das Privateigentum von Land bisher nicht kannte.

Im Jahr 1845 wurde Honululu zur Hauptstadt des Königreichs Hawaii ernannt.

Nachdem der Anbau von Zuckerrohr weiterhin florierte, reichten irgendwann die hawaiianischen Arbeitskräfte nicht mehr aus, um die Plantagen zu bewirtschaften. So wurden ab den 1850er Jahren Arbeitskräfte aus Asien – vor allem aus China, Japan, den Philippinen und Korea angeworben. Selbst portugisische Arbeiter kamen nach Hawaii.

Als 1874 William Charles Lunalilo, der keine Erben hat, starb, ging die Ära der Kamehameha-Dynastie zu Ende. David Kalakaua wurde neuer König Hawaiis. Er war im Jahr 1881 der erste Monarch auf der ganzen Erde, der die Welt umrundete.

Im Jahr 1882 wurde für die hawaiianischen Herrscher der Iolani-Palast erbaut. Beachtlich war, dass damals bereits auf alles geachtet wurde, was das moderne Leben so angenehm wie möglich machte. So wurde bereits zu dieser Zeit fleßenes Wasser, elektrische Beleuchtung und ein Telefon eingebaut. Nicht einmal das Weiße Haus oder der Buckingham Palace verfügten seinerzeit über derartige Annehmlichkeiten.

Die erste Verfassung des Köngireichs Hawai wurde im Jahr 1887 unterzeichnet. Erstmals wurden dem König viele Befugnisse entzogen und stattdessen das Regierungskabinett und die Legislative gestärkt.